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Aktivismus im Ruhrgebiet

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21. November 2011
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JDL Aktivist mit JDL Flagge auf einer Bochumer Hauptstraße

In der Nacht von Freitag auf Samstag und der Nacht von Samstag auf Sonntag begaben sich Aktivisten der Jüdischen Verteidigungsliga ins Ruhrgebiet. Unsere Mitglieder waren unter anderem in Bochum und Essen unterwegs und verteilten Flyer und Flugblätter an die Haushalte. Insgesamt wurden mehr als 5000 Flyer und Flugblätter verteilt.

 

15 Aktivisten zogen in den späten Abendstunden des 18. November durch die Bochumer Stadt. Es wurden 3 Gruppen á 5 Leute gegründet, die sich in verschiedenen Stadtteilen Bochums Ihrer Aufgabe annahmen. Warm eingepackt und mit reichlich Material ging es von Stadtteil zu Stadtteil. Allein in Bochum wurden 2000 Flyer an die Haushalte verteilt. In dieser Nacht kam es zu keinen Zwischenfällen. Am frühen Samstag morgen sammelten sich die 15 Aktivisten und diskutierten über die Nacht und zogen Bilanz.

Aktivist der "Freiheit"

Ausgeschlafen und wieder gestärkt ging es am 19. November nach Essen. Diesmal trafen wir uns mit Mitgliedern der “Freiheit” und so fuhren wir mit der U-Bahn in die umliegenden Stadtteile. Bereits in der U-Bahn ernteten die nun ca. 20 Aktivisten interessierte Blicke. Bewaffnet mit Lederhandschuhen, Infomaterial, JDL Flagge und Vermummt zogen sie durch die Straßen dieser kalten Nacht.

Gezielt wurden in dieser Nacht Nachbarschaften mit erhöhten Nazi-Aktivitäten aufgesucht. Lauthals zogen die Aktivisten der JDL an “Nazi-Häusern” vorbei. Das ganze ähnelte einem nächtlichen Demonstrationszug, der nicht aufzuhalten ist. Nachdem ein Nazi-Anwohner wutentbrannt aus dem Haus gestürmt kam und fragte was die “Juden Scheiße” doch solle, traf auch schon ein Streifenwagen ein, bevor die Situation eskalieren konnte. Die Situation wurde schnell geklärt und der zornige antisemitische Anwohner bekam wegen seinen Beschimpfungen eine Anzeige wegen Volksverhetzung, die vor Ort aufgenommen wurde. Unser Infomaterial konnten und durften die Beamten nicht mitnehmen, da sie Eigentum der Jüdischen Verteidigungsliga sind. Sie lasen sich die verschiedenen Flyer durch und kamen zu dem Entschluss das wir uns für das richtige einsetzen.

JDL Aktivist vor der Essener Synagoge

In den darauf folgenden Stunden kamen den Aktivisten immer wieder Streifenwagen entgegen, die die Aktivsten auf der Route wohl folgten. Ob dies aus Schutz oder Beobachtung geschah ist ungeklärt. Fakt ist, stoppen konnte man die 20 JDLer und “Freiheitler” nicht.

Bilanz dieser Nacht:

Mehr als 5000 Flyer und Flugblätter wurden an Haushalte in Essen und Bochum verteilt. Lediglich ein Polizeieinsatz und eine Strafanzeige gegen einen Nazi.

In den kommenden Wochen werden wir unseren Aktivismus in Dortmund (Dorstfeld) fortsetzen. Besonders nach dem Rechtsextremen Vorkommnissen ist unser Aktivismus gefragt. Der Jüdische Widerstand hat erst begonnen und niemand kann die Jüdische Verteidigungsliga daran hindern! Aktivismus jetzt!
Bitte beachten Sie auch, dass derartige Aktionen nicht nur einmal jährlich stattfinden, sondern von Standort zu Standort monatlich oder wöchentlich variieren. Wir berichten nicht über jede Aktion, da dieser Blog sonst überfüllt und eintönig für unsere Leser wird.

Wollen Sie das nächste mal an einer Aktion teilnehmen? Schreiben Sie uns eine E-Mail an jdl@jdl-germany.org

Wir bekamen nachträglich zahlreiches Bildmaterial per E-Mail zugeschickt, die wir hier veröffentlichen. Wir haben alle Bilder, auf denen Aktivisten zu sehen sind, unkenntlich gemacht, um mögliche Racheaktionen oder ähnliches zu verhindern.

Bilder der Nächte (Zum vergrößern auf das Bild klicken, es öffnet sich in einem neuen Fenster):

      

            

            

           

Die Jüdische Verteidigungsliga nimmt Abstand von jeglichen illegalen Aktivitäten, sowie das beschädigen von fremdem Eigentum. Die Jüdische Verteidigungsliga bekennt sich nicht zu diesen Aktivitäten, unterstützt sie aber. Jedes Mitglied und jeder Unterstützer der Jüdischen Verteidigungsliga handelt auf eigene Gefahr und hat die Jüdische Verteidigungsliga schuldlos zu lassen. Wir beruhen uns hierbei auf unsere AGB:

D. Mitglieder der Jüdischen Verteidigungsliga nehmen das volle Risiko für alle Maßnahmen, die sie im Rahmen des freiwilligen Dienstes der Jüdischen Verteidigungsliga unternehmen und müssen die Jüdische Verteidigungsliga schuldlos halten, wenn ihre Handlungen unerwünschte Folgen haben (Strafanzeigen, Verhaftungen, usw.). Mitglieder die auf eigenes Risiko handeln, lassen die Jüdische Verteidigungsliga unschuldig gelten, auch wenn sie glauben, nachteilige Folgen daraus zu ziehen.

 

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Kommentare

  1. Wow. Meinen Respekt für euren Einsatz!

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  2. Jan sagt:

    Toda Raba Freunde und so halten!

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  3. luca sagt:

    Super Aktion! Gibt es die JDL auch im Raum Aachen?

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